Dieses Gerät habe ich entwickelt, um die Vergaser meiner alten CB750 zu synchronisieren. Ebenso erlaubt es die präzise Einstellung der Leerlaufdrehzahl und eine Analyse des Ansaugvorgangs jedes einzelnen Zylinders. Ein handelsüblicher Synchrontester besteht einfach aus einer Reihe von Unterdruck-Messgeräten, die über eine Mechanik träge gemacht werden, damit nur ein Durchschnitts-Unterdruck angezeigt wird.
Für dieses Messgerät wollte ich aber mehr und auch den Druckverlauf während eines Taktes visibilisieren.

Die Schaltung besteht aus vier Messkanälen, reziprok zu den vier Ansaugstutzen des Motorrads. Jeder Kanal hat einen Drucksensor, der im wesentlichen eine Widerstandsbrücke ist und proportional zum anliegenden Druck eine Differenzspannung abgibt. Da diese Differenzspannung recht hochohmig ist, werden die Impedanzen der einzelnen Absolutspannungen über die Emitterfolger Q1 und Q2 herabgesetzt. Die V+ Absolutspannung erhält dann noch über das Netzwerk bestehend aus R2, R12, R4, D2 und R5 eine einstellbare Offsetverstellung im Bereich von ca. 0,1V bis 0,15V, um Varianzen zwischen den 4 Drucksensoren grob raus-kalibrieren zu können. Anschließend wird das Signal von einem Differenzverstärker (IC1) um den Faktor 10 verstärkt und auf die A/D-Wandler eines PIC Mikrocontrollers gegeben. Dieser misst die Signale der vier Kanäle und sendet sie über RS-232 an einen PC, der eine weitere Signalaufbereitung, Feinkalibrierung und Umrechnung durchführt und anschließend die Messwerte in verschiedener Form anzeigt.

Schaltplan des Synchrontesters Schaltplan des Synchrontesters

PIC-Code des Synchrontesters

PC-Code des Synchrontesters

 

Screenshots der PC-Software mit einigen beispielhaften Messungen

Der linke Graph zeigt die Druckkurven in den vier Ansaugstutzen. Die Kurven können entweder in der korrekten zeitlichen Abfolge gezeigt werden oder sich gegenseitig überlagernd, um die Kurven besser gegeneinander vergleichen zu können.

Der Graph rechts von der Mitte zeigt die Minimalwerte, die Durchschnittswerte und die Maximalwerte der jeweils letzten 10 Druckkurven aller vier Ansaugstutzen direkt nebeneinander. Dort kann man sehr gut die unterschiedlichen Druckverhältnisse in den Ansaugstutzen vergleichen.

Rechts unten wird die Drehzahl des Motors angezeigt.